Panik auf Sumatra

Drei Tote bei Erdbeben in Indonesien

Ausland
20.02.2008 17:36
Ein schweres Erdbeben im Westen Indonesiens hat am Mittwoch mindestens drei Menschen das Leben gekostet. 25 weitere erlitten Verletzungen, wie der Leiter des Katastrophenschutzes, Rustam Pakaya, erklärte. Auf der Insel Sumatra liefen zahlreiche Menschen in Panik aus ihren Häusern. Der Erdstoß vor der Insel Sumatra hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte die Stärke 7,6. Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik gab vorübergehend eine Tsunami-Warnung heraus.

Das Zentrum des Bebens lag den US-Angaben zufolge unter der Sumatra vorgelagerten Insel Simeulue. Zahlreiche Gebäude auf Simeulue seien beschädigt worden, erklärte Pakaya. Der Erdstoß war Augenzeugen zufolge in weiten Teilen Sumatras zu spüren. Viele flüchteten aus ihren Häusern. "Alles hat mehr als eine Minute lang heftig gebebt, und ich bin mit den anderen gerannt. Ich habe Leute in Panik schreien hören", sagte ein Einwohner in Aceh, Ahmad Yushadi.

Massenpanik in Sinabang
Das Beben erschütterte die Provinz um 15.08 Uhr Ortszeit. "Ich rannte, so schnell ich konnte, als ich das Beben spürte", sagte ein Bewohner der Provinzhauptstadt Banda Aceh dem Radiosender "Elshinta". Die Region wurde durch mehrere Nachbeben erschüttert. Augenzeugen berichteten von einer Massenpanik in Sinabang, doch offenbar gab es keine größeren Schäden.

Flutwelle forderte 220.000 Menschenleben
Ein schweres Seebeben in der Region hatte am zweiten Weihnachtstag 2004 eine gigantische Flutwelle im Indischen Ozean ausgelöst, mehr als 220.000 Menschen in rund einem Dutzend Ländern kamen dabei ums Leben. Am schwersten betroffen von der Tsunami-Katastrophe war damals die Provinz Aceh. 

Dort starben allein 168.000 Menschen. Indonesien liegt auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, an dem mehrere Kontinentalplatten aufeinandertreffen. Deshalb wird das Insel-Archipel regelmäßig von schweren Beben erschüttert.

Erdbeben erschüttert Griechenland
Der Süden Griechenlands ist in der Nacht auf Mittwoch von einem Erdbeben erschüttert worden. Der Erdstoß der Stärke 5,4 hatte sein Zentrum vor der Insel Kythira, wie die Behörden mitteilten.

Viele Menschen hätten das Beben gegen 1.15 Uhr gar nicht mitbekommen, sagte der Bürgermeister von Athen, Thodoros Koukoulis. Bereits am Donnerstag vergangener Woche gab es zwei Erdbeben in Südgriechenland, die sogar in Ägypten zu spüren waren.

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