Polit-Umsturz
Zyprioten wählen Hardliner Papadopoulos ab
Anhänger von Kasoulides und Christofias versammelten sich vor den Wahlzentralen der beiden Kandidaten und feierten unter anderem mit Autokorsi. Analytiker sprachen bereits von einer "dramatischen Abwahl" des amtierenden Präsidenten Papadopoulos. Der Hardliner hatte sich 2004 einem UN-Plan zur Überwindung der Teilung der Insel widersetzt. Daraufhin lehnten mehr als zwei Drittel der griechischen Zyprioten den Plan in einem Referendum ab und die Insel blieb geteilt.
Die Wahl des Präsidenten im griechisch-zypriotischen Teil der Republik Zypern galt als richtungsweisend angesichts eines möglichen neuen Anlaufs der Vereinten Nationen zur Überwindung der Teilung der seit 2004 zur EU gehörenden drittgrößten Mittelmeerinsel. Kasoulides gilt als Befürworter des vor vier Jahren abgelehnten UN-Plans. Auch Christofias strebt ein baldmögliche Wiedervereinigung an.
Seit 1974 geteilt
Zypern ist seit 1974 geteilt. Im Norden gibt es die abtrünnige, von türkischen Truppen besetzte und nur von der Türkei anerkannte "Türkische Republik Nordzypern". Im Süden liegt die international anerkannte, überwiegend von griechischen Zyprioten bewohnte Republik Zypern, die auch Mitglied der EU ist.
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