In Haus erschossen
Burmesischer Rebellenführer in Thailand getötet
Ausland
15.02.2008 07:51
Ein hoher Führer der wichtigsten Rebellenbewegung in Burma ist am Donnerstag in Thailand getötet worden. Mahn Sha, Generalsekretär der Nationalunion des Karen-Volkes (KNU), sei von Unbekannten in seinem Haus in Mae Sot im Grenzgebiet zu Burma niedergeschossen worden, teilte eine Sprecherin der Organisation mit. Beobachter bewerten das Attentat als schweren Schlag nicht nur für die KNU, sondern für die gesamte Demokratiebewegung in Burma.
In Kreisen der KNU wird vermutet, dass die Täter der DKBA (Democratic Karen Buddhist Army) angehören, einer Splittergruppe der Rebellenbewegung, die nun mit der Militärjunta in Burma verbündet ist.
Das Karen-Volk war die erste von Burmas zahlreichen Minderheiten, die nach der Unabhängigkeit von Großbritannien 1948 gegen die Zentralregierung in Rangun rebellierte. Die KNU erklärte ein Jahr später die Unabhängigkeit, wurde aber brutal bekämpft. In Flüchtlingslagern an der Grenze zwischen Burma und Thailand leben nach Schätzungen rund 140.000 Flüchtlinge.
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