Trotz Vorbehalten
Israel plant 1.100 neue Wohnungen in Jerusalem
Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation B'Tselem leben inzwischen in Ostjerusalem mehr als 180.000 Israelis. Nach internationalem Recht ist die Ansiedlung der eigenen Bevölkerung in besetzten Gebieten illegal. Die Unterzeichnung eines Friedensvertrages mit den Palästinensern in diesem Jahr, wie von US-Präsident George W. Bush gewünscht, hatte Israels Vizepremier Haim Ramon am Montag ausgeschlossen.
Die Erschließung von Har Homa zwischen Jerusalem und Bethlehem hatte 1997 während der Amtszeit von Likud-Premier Benjamin Netanyahu zur Blockade des Friedensprozesses geführt. Die im vorigen November auf der Nahost-Konferenz in Annapolis bei Washington vereinbarten neuen Verhandlungen sind wegen des Baus neuer israelischer Siedlungen nicht vorangekommen. Israel hatte in Annapolis die Einstellung des Siedlungsausbaus zugesagt.
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