US-Vorwahlen
Barack Obama räumt auch in Maine ab
In 420 Städten und Gemeinden in Maine waren am Sonntag Wählerversammlungen angesetzt. Insgesamt vergeben die Demokraten in dem Staat im Nordosten der USA 34 Delegiertenstimmen für den Nominierungskongress.
Alle Samstag-Vorwahlen gewonnen
Der Senator aus Illinois hatte am Samstag alle vier Vorwahlen gewonnen. Mit Siegen im Südstaat Louisiana, im mittleren Staat Nebraska, im Westküstenstaat Washington sowie auf dem US-Territorium Jungferninseln sammelte Obama fast doppelt so viele Delegierte wie Clinton. Damit liegt die frühere First Lady (1136 Stimmen) nur noch hauchdünn vor Obama (1106 Stimmen). Für die Nominierung sind 2025 Stimmen notwendig.
Während Obamas Sieg in Louisiana wegen des hohen Anteils der schwarzen Bevölkerung in dem Südstaat erwartet worden war, sind die Niederlagen Clintons in den mehrheitlich weißen Staaten Washington und Nebraska besonders schmerzlich. Obama setzte sich bei den dortigen Wählerversammlungen deutlich mit jeweils 68 Prozent gegen Clinton durch.
"Die Menschen wollen eine neue Seite in der amerikanischen Geschichte aufschlagen", wertete Obama seinen Sieg als Votum für Veränderungen in den Vereinigten Staaten. "Wir haben in Louisiana, in Nebraska und im Staat Washington gewonnen. Wir haben im Norden, im Süden und in den Plains gewonnen", sagte der Senator bei einer Wahlkampfveranstaltung in Virginia unter dem Jubel seiner Anhänger.
Obama "mehrheitsfähiger" als Clinton
Tatsächlich haben die drei Staaten eine äußerst unterschiedliche Bevölkerungsstruktur. Durch Siege in allen drei Staaten habe Obama gezeigt, dass er bei den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen ankomme und mehrheitsfähiger sei als Clinton, betonen Politikexperten.
"Wir werden die Welt verändern"
Obama erwartet schon bei der nächsten Vorwahl am Dienstag in Virginia die Entscheidung für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten. "Wenn ihr am Dienstag für mich stimmt, werden wir nicht nur in Virginia gewinnen, wir werden die Nominierung und die Präsidentschaft gewinnen", jubelte Obama am Samstagabend. "Wir werden dieses Land verändern, wir werden die Welt verändern.“
Huckabee gibt nicht auf, doch McCain ist uneinholbar vorn
Auch bei den Republikanern gab es am Samstag einen klaren Sieger. Der Baptistenprediger Mike Huckabee versetzte dem landesweiten Favoriten John McCain in Kansas und Louisiana zwei schmerzliche Niederlagen. Bei der Wählerversammlung in Kansas gewann der frühere Gouverneur von Arkansas mit 60 zu 24 Prozent gegen McCain, während er die Vorwahl in Louisiana mit 47 zu 39 Prozent für sich entschied. In Washington blieb McCain vor Huckabee.
Huckabees Siege in Kansas und Louisiana deuten darauf hin, dass sich der einflussreiche konservative Flügel der Republikaner nun hinter dem Baptistenprediger sammelt. Bisher war das rechte Lager der Republikaner zwischen Huckabee und Mitt Romney gespalten, der aber am Donnerstag das Handtuch geworfen hatte. McCain hat bereits 714 Delegiertenstimmen sicher, womit ihm die Nominierung kaum mehr zu nehmen ist. Huckabee, der bei 217 Stimmen hält, sieht seine Siegeschancen jedoch weiterhin intakt.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.