Kaffee und Kuchen

George Bush gibt Empfang für Abtreibungsgegner

Ausland
23.01.2008 08:26
200 Abtreibungsgegner, die gegen eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, die Abtreibungen legalisiert, demonstrierten, wurden von George W. Bush ins Weiße Haus geladen. Neben Kaffe und Kuchen gab es eine Rede des Präsidenten, in der er klar machte, dass er den Standpunkt der Demonstranten teilt.

Bei seiner Rede im Weißen Haus sagte Bush zu den 200 eingeladenen Demonstranten, dass Babys im Mutterleib in einem immer früheren Alter überleben könnten. Jedes ungeborene Kind sei ein Individuum mit einem unverwechselbaren Erbgut. "Die Finger und Zehen und das schlagende Herz, das wir in der Ultraschallaufnahme eines ungeborenen Kindes sehen können, enthalten etwas, das wir nicht sehen können, eine Seele." Damit unterstrich Bush seinen Ruf als Befürworter eines Abtreibungsverbotes.

Friedliche Kundgebung
Mehrere tausend demonstrierende Abtreibungsgegner waren davor am Dienstag in Washington von der National Mall zum Supreme Court (Obersten Gerichtshof) marschiert. Im Rahmen der Protestveranstaltung sprachen mehrere Kongressabgeordnete sowie der republikanische Präsidentschaftsbewerber Ron Paul. Trotz einer für das Recht auf Abtreibung eintretenden Gegendkundgebung gab es laut Polizei keine Zwischenfälle.

Historisches Urteil
Wie jedes Jahr demonstrierten die Abtreibungsgegner mit ihrem Marsch gegen das Urteil des Obersten Gerichtshofes im Verfahren „Roe gegen Wade“ aus dem Jahre 1973. Am 22. Jänner dieses Jahres entschied der Oberste Gerichtshof, dass die Abtreibungsverbote aller US-Staaten gegen das Verfassungsrecht auf private Selbstbestimmung verstoßen.

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