In den vergangenen zehn Jahren ist der durchschnittliche britische Busen - wie in den meisten anderen Industrieländern auch - von Körbchengröße 34B auf 36C angewachsen. Die Ursachen dafür sehen Experten laut der britischen Zeitung "Daily Mail" in der steigenden Anzahl fettleibiger Menschen sowie in Hormonen, Alkohol und diversen Umweltfaktoren. Einige Forscher gehen davon aus, dass in dieser Entwicklung sogenannte Xenoöstrogene eine gewichtige Rolle spielen. Diese Chemikalien sind beispielsweise in Lippenstiften und vielen anderen Kosmetika sowie auch in Pestiziden und Kunststoffen enthalten.
Xenoöstrogene wirken ähnlich wie Östrogene, sind fettlöslich und können daher leicht im menschlichen Körper gespeichert werden. Gynäkologe Peter Bowen-Simpkins, medizinischer Leiter der London Women's Clinic, hält einen Zusammenhang zwischen diesen Chemikalien und der Veränderung des weiblichen Körpers durchaus für möglich.
Östrogen wirkt auch bei Männern
Das Hormon Östrogen, das in der Geburtenkontrolle (Pille) und bei der Hormontherapie eingesetzt wird, verursacht Gewichtszunahme, ein Anwachsen der Brüste und steigert das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Männer, denen früher Östrogen zur Behandlung von Prostatakrebs verordnet wurde, entwickelten nach einiger Zeit größere Brüste, so Bowen-Simpkins.
Foto: Martin Jöchl









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