Ob unter Wasser, am Gletscher oder während eines Bungee-Sprungs: Hochzeits-Orte werden immer verrückter. Ein russischer Kosmonaut hatte aber etwas vor, das noch niemand vor ihm getan hat: Er wollte seiner Verlobten per Telefon das Ja-Wort geben, während er 400 km über der Erde dahin schwebt. Aber jetzt wird doch nichts daraus...
Juri Malentschenko heißt der Mann, dereine im wahrsten Sinne des Wortes überirdische Hochzeit plante.Im August wollte er in der Internationalen Raumstation ISS heiraten.Per Telefon, denn seine Auserwählte sollte sich zu diesemZeitpunkt in Texas befinden. Die 26-jährige Verlobte hatam Donnerstag die nötigen Heiratspapiere in Empfang genommen.
Nach dem All-Aufenthalt sollte "richtig"geheiratet werden Nach dem halbjährigen Aufenthalt im Weltraum,der Ende Oktober zu Ende geht, sollte dann aber auch eine "richtige"Hochzeit stattfinden - mit kirchlicher Trauung, dem Vollzug derEhe und anschließenden Flitterwoche in Australien.
Dafür, dass nichts schief geht, wäregesorgt gewesen: Für den Fall, dass die Telefon-Verbindungzusammen bricht, wird nach texanischem Recht eine Ersatzpersonkurzzeitig den Platz des Bräutigams einnehmen und an seinerStelle das "Ja, ich will" hauchen.
Der 41-Jährige hatte im Dezember um die Handseiner Braut, einer 26-jährigen in den USA lebenden Exil-Russin,angehalten, war im April aber in den Weltraum aufgebrochen. Diefür die Hochzeit notwendigen Utensilien wurden ihm im Junimit dem Frachtschiff Progress nachgeschickt.
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