Wenn Fu Long einen quiekenden Laut ausstößt, ist das nicht nur für seine Mutter Signal, sich um ihn zu kümmern, auch eine Gruppe von Wissenschaftern der Universität Wien horcht auf. Die Zoologen zeichnen seit der Geburt des ersten auf natürliche Weise gezeugten Pandas Europas dessen Lautäußerungen auf. Ziel dieses Projektes ist, anhand der parallel dazu entstehenden Videoaufnahmen sowie Vergleichen mit den Lauten eines Panda-Babys aus dem Zoo von San Diego (USA), Aufschlüsse über „Die akustische Kommunkation beim Großen Panda“ – also eine Art „Panda-Sprache“ – zu erhalten.
Aufgeweckte Babys, ruhige Erwachsene
"Der Kleine kommuniziert erheblich mehr, als wir erwartet haben", erzählt Harald Bruckner, der die Wiener Pandas schon seit ihrer Ankunft in Schönbrunn 2003 im Auftrag des Zoos wissenschaftlich begleitet. Wir haben eigentlich von Anfang an erwartet, dass das Panda-Baby neben seinen Gerüchen auch durch vermehrte Laute auf sich aufmerksam macht", berichtet Angela Stöger-Horwath, die Leiterin des Projektes, die durch ihre Forschungen im Bereich der Lautanalyse von Elefanten bereits jahrelange Erfahrung besitzt. "Diese Laute sind für die Bindung zwischen Mutter und Jungem offenbar sehr wichtig“, so Stöger-Horvath weiter.
Während das Panda-Baby bereits kurz nach der Geburt Laute von sich gab, so scheint es, dass er mit wachsendem Alter immer weniger auf diese angewiesen ist. Erwachsene Pandas kommunizieren mit Lauten gar nur noch während der Paarungszeit. Bisher konnten bei ihnen elf verschiedene Laute festgestellt werden.
Glücksfall
Fu Long ist für die Forscher ein Glücksfall, denn bisher wurden die meisten Panda-Babys, die durch künstliche Befruchtung gezeugt wurden, von Pflegern und nicht von der Mutter großgezogen.









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