Eigentlich sind wir alle Krieger. Zumindest könnte man das vermuten, wenn man die deutsche Sprache näher betrachtet. Viele Ausdrücke, die wir dauernd verwenden, haben kriegerische Wurzeln. Sogar harmlose Formulierungen wie "mit jemandem anbandeln" oder "die Werbetrommel rühren" haben einen wehrhaften Hintergrund!
Dass Wörter wie Spießrutenlauf, Vorreiteroder Fadenkreuz martialischen Ursprungs sind, leuchtet uns janoch ein. Doch Forscher an der Universität Graz haben eineganze Reihe echter Überraschungen entdeckt, als sie sichauf die Suche machten: Rund 400 Wörter und Phrasen mit martialischemUrsprung wurden bisher am Institut für Germanistik gesammelt,analysiert und in eine Datenbank übertragen (siehe Linkbox).
Den Germanisten geht es darum, uns für unsereSprache zu sensibilisieren, damit wir Alternativen suchen könnenfür kampfbetonte Ausdrücke. "Der gedankenlose Gebrauchvon martialischen Redewendungen schafft letztlich eine gewisseStimmung", so einer der Wissenschaftler.
Anbandeln und Werbetrommel Anbandeln stammt vom Fechten, Werbetrommel stammtvom Rekrutieren junger Soldaten. Solche auf den ersten Blick harmlosenFormulierungen gibt es viele - die wichtigsten, z. B. "abblitzen"oder "über's Ohr hauen" hat Krone.at für dich herausgesuchtund genau erklärt (siehe Linkbox). Die komplette Sammlungdes wehrhaften Wortschatzes kannst du ebenfalls abrufen.
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