27.12.2007 18:30 |

Bittere Knallerei

Feuerwerksproduktion verursacht Kinderleid

Silvester naht und neben dem alljährlichen Sektkorkenknallen und Bleigießen darf bei den meisten Österreichern wieder eines nicht fehlen: ein schönes, buntes Feuerwerk. Leider hat die Knallerei aber auch einen bitteren Beigeschmack. Laut der "Don Bosco"-Aktion Österreich erfolgt die Feuerwerksproduktion in vielen Ländern der Welt oft unter menschenverachtenden Bedingungen und durch Kinderarbeit. Besonders in Indien schuften Kinder – ohne Schutz vor den giftigen Inhaltsstoffen – bis zu 18 Stunden täglich in den Feuerwerksfabriken.

Laut der Organisation sei der größte Feuerwerksproduzent weltweit China, gefolgt von Indien und einigen Staaten in Mittel- und Südamerika wie Peru, Guatemala und El Salvador.

Besonders schlimm ist es laut "Don Bosco" in Indien. Dort arbeiten etwa 30.000 Menschen in den Feuerwerksfabriken - mindestens 20 Prozent davon sind Kinder, die erst 10 oder 12 Jahre alt sind. Ihre Löhne liegen zwischen 8 bis 62 Rupien (etwa 28 bis 51 Cent) und oft dürfen sie erst nach 18 Stunden nach Hause.

Bestimmungen, die den Umgang mit den gefährlichen und gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen der Knaller und Raketen - wie Schwarzpulver - regeln sollen, existieren ebenfalls nicht oder werden einfach missachtet.

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