27.12.2007 07:47 |

Gegen Tiertötung

Hindus gegen Schlachtung einer "heiligen Kuh"

Hunderte Hindus haben am Mittwoch in Großbritannien gegen eine Tierschutzorganisation protestiert, der sie die geheime und unnötige Tötung einer heiligen Kuh vorwerfen. Rund 200 Hindus demonstrierten vor der Zentrale des Tierschutzverbandes RSPCA in Horsham in Südengland, um an die kürzlich eingeschläferte Kuh Gangotri zu erinnern.

Rund 700 weitere Hindus beteten im ebenfalls im Süden des Landes gelegenen Hertfordshire am Bhaktivedanta Manor, dem Hindutempel, wo Gangotri lebte und den der Ex-Beatle George Harrison gegründet hatte.

Die britischen Hindus werfen der RSPCA vor, Gangotri während der Gebetszeiten der Glaubensgemeinschaft getötet zu haben. Die RSPCA behauptet ihrerseits, das Tier habe gelitten, und die Tierschützer hätten es extra nicht während der Hindu-Gebete eingeschläfert. Die Tempel-Mitarbeiter seien außerdem über die geplante Tötung der Kuh informiert gewesen.

Kuh hatte Schmerzen
Gangotri zu töten, sei zwar traurig gewesen, das 13 Jahre alte Tier habe jedoch Schmerzen gehabt und nicht weiter leiden sollen, erklärte die RSPCA. Tierärzte hätten zu diesem Schritt geraten. Ein Tempel-Sprecher hielt dagegen, statt tierfreundlich zu sein, töte die RSPCA. Die Hindus dagegen setzten darauf, Tiere zu pflegen, damit es ihnen besser gehe.

Zuletzt hatte auf der Insel das Schicksal des heiligen Bullen Shambo (im Bild) für Aufsehen gesorgt: Um die Einschläferung des mit Rinder-Tuberkulose infizierten Tiers war ein erbitterter Streit zwischen Hindus in Wales und der Veterinärbehörde entbrannt. Die Tierärzte siegten, im Juli wurde Shambo getötet.

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