Dauerregen
Über 130 Tote nach Erdrutschen in Indonesien
„Dies ist immer noch eine Schätzung. Viele Menschen überquerten die Brücke nach Zeugenangaben zu dem Unglückszeitpunkt“, sagte ein Polizeivertreter aus dem Bezirk Madiun am Donnerstagmorgen. Die Brücke war nach Angaben der indonesischen Zeitung „Kompas“ 50 Meter lang und stammte aus der niederländischen Kolonialzeit.
Hunderte Rettungskräfte suchten im Zentrum und im Osten Javas in den betroffenen Gebieten nach Überlebenden und Leichen. Wegen der verschütteten Straßen und anhaltenden Regenfällen kamen die Rettungskräfte jedoch nur langsam voran.
Dutzende Menschen vermisst
Im am schlimmsten betroffenen Bezirk Karanganyar fanden die Helfer bis Donnerstag früh 38 Leichen. 28 Menschen wurden dort noch vermisst, wie das örtliche Katastrophenmanagement mitteilte. Im südlichen Bezirk Wonigiri wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes vier Leichen geborgen, 13 Menschen galten noch als vermisst.
Laut einem Polizeisprecher war die Erde in der Nacht zum Mittwoch nach schweren Regenstürmen völlig aufgeweicht und an mehreren Stellen ins Rutschen geraten. In Indonesien nimmt seit einigen Jahren die Zahl der tödlichen Erdrutsche stetig zu. Umweltschützer machen das wilde Abholzen der Wälder dafür verantwortlich. Ihren Angaben zufolge kümmert sich niemand um eine Wiederaufforstung der kahlgeschlagenen Gebiete.
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