Um 12.04 Uhr war das maskierte und mit Pistole und Messer bewaffnete Trio in die Postfiliale Am Rosenhag in Wels-Lichtenegg gestürmt. „Die waren richtig aggressiv, haben uns in den hinteren Teil des Schalterraumes gedrängt“, erzählten die beiden bedrohten Angestellten und die Kundin Asima R. (54) aus Wels den Kriminalisten. Einer der Postler versuchte, die Situation zu entspannen, meinte zu den Verbrechern: „Wir machen nichts, ihr könnt euch das Geld nehmen!“ Mit mehreren tausend Euro Beute lief das Trio davon. Die Beschreibung des Trios erinnert frappant an jenes, das am 25. November die Jet-Tankstelle an der Freistädter Straße in Linz-Urfahr und am 25. November ein Wettbüro in St. Valentin überfallen hat. Auch diesmal war ein auffallend kleiner Täter dabei, nur die Maskierung war anders als in Linz und St. Valentin.
Nur wenige Stunden später, um 17.20 Uhr, schlugen schon weitere Advent-Räuber zu: Mit Pistolen bewaffnet, ihre Gesichter mit hautfarbenen Masken völlig unkenntlich gemacht, stürmten zwei Männer in die Sparkassenfiliale an der Linzer Unionstraße. Das Duo bedrohte einen der sechs Angestellten: „Her mit der Marie!“ Dann sollte der Mann den Tresor öffnen, sonst würden sie ihm „das Hirn wegblasen“. Doch der erwischte den falschen Schlüssel, worauf sich die Räuber an den Schalterkassen selbst bedienten. Sie stopften mehrere tausend Euro in eine Sporttasche, liefen hinaus und schrieen noch: „Hasta la vista, frohe Weihnachten!“ Die Bank war bekanntlich erst im Juli 2007 überfallen worden. Damals hatte der Räuber 28.300 Euro erbeutet und fünf Angestellte bedroht.
Foto: LKA OÖ
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