Tödlicher Crash

TGV stößt in Frankreich mit Lkw zusammen

Ausland
19.12.2007 20:07
Beim Zusammenstoß eines französischen Hochgeschwindigkeitszuges mit einem Lastwagen ist am Mittwoch ein Mensch ums Leben gekommen. Der Fahrer des Schwertransporters, den der TGV-Zug auf einem Bahnübergang in Ostfrankreich rammte, ist tot. Weitere 35 Menschen erlitten leichte Verletzungen, acht von ihnen wurden im Krankenhaus behandelt.

Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Stadt Tossiat, rund fünfzig Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Wieso der Schwerlastwagen auf den Gleisen gestanden hatte, als die Schranken heruntergingen, war zunächst unklar.

"Es war ein heftiger Stoß", berichtete eine etwa 40-jährige Frau, die im vorderen Abteil gesessen hatte. "Die Decken stürzten ein." Ein neuseeländischer Fahrgast war sichtlich schockiert und schilderte, der Aufprall sei "fürchterlich" gewesen. Ein weiterer Passagier berichtete, der Sitz vor ihm sei aus der Verankerung gerissen worden. "Wir sind nach vorne geworfen worden. Einige Leute waren an der Nase verletzt." Trotzdem seien alle vergleichsweise ruhiggeblieben, erzählte der Mann.

Großaufgebot von Einsatzkräften am Unfallort
Rund hundert Polizisten, 80 Feuerwehrleute und drei Notarztmannschaften versorgten die Verletzten am Unfallort und nahmen Ermittlungen auf. Zwei Hubschrauber beteiligten sich an den Rettungsarbeiten. Die Ermittler untersuchten, ob die Signalanlage auf der Strecke nicht richtig funktionierte oder ob der überlange Schwertransport beim Überqueren des Bahnübergangs in Schwierigkeiten geraten war.

Der TGV war auf dem Teilstück zwischen Paris und Genf etwa hundert Stundenkilometer schnell gefahren, teilten die Behörden mit. Nach Angaben der französischen Bahn (SNCF) hatte der Lokführer vor dem Zusammenstoß noch eine Notbremsung eingeleitet. Die Polizei hatte zunächst erklärt, der Lokführer sei schwer und 24 Fahrgäste seien leichter verletzt. Obwohl der vordere Teil des Zuges durch den Aufprall aus den Gleisen sprang, gab es keine Schwerverletzten. Die unverletzten Fahrgäste brachte die Bahn mit Bussen zum nächstgelegenen Bahnhof, damit sie von dort aus nach Genf weiterfahren oder nach Paris zurückkehren konnten.

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