17.12.2007 13:50 |

US-Wahlkampf

Republikaner Huckabee kritisert US-Außenpolitik

Der ehemalige Baptisten-Prediger Mike Huckabee, der zuletzt in den Umfragen stark zugelegt hatte, hat es am Sonntag abgelehnt, sich für einen Angriff auf die Außenpolitik der amtierenden US-Regierung unter Präsident George W. Bush zu entschuldigen. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber hatte Bush in einem Zeitungsartikel "arrogante Bunker-Mentalität" vorgeworfen.

Huckabees Konkurrent, Ex-Gouverneur Mitt Romney, hatte einen Artikel Huckabees in der renommierten US-Fachzeitschrift "Foreign Affairs" über die Außenpolitik der Regierung Bush als "Beleidigung des Präsidenten" kritisiert und eine Entschuldigung an Bushs Adresse verlangt.

Bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Iowa sagte Romney, Huckabee klinge mehr wie ein Demokrat als ein Republikaner. "Ich fürchte, er geht für die falsche Partei ins Rennen", sagte Romney: "Die Wahrheit ist, dieser Präsident hat uns in den vergangenen sechs Jahren beschützt." Huckabee hatte in "Foreign Affairs" gefordert, die gegenwärtige US-Außenpolitik müsse "ihren Ton und ihre Haltung" verändern und "sich öffnen". Wörtlich schrieb er in diesem Zusammenhang von der "arroganten Bunker-Mentalität" der Regierung Bush, die im In- und Ausland kontraproduktiv sei.

"Keine Entschuldigung nötig"
Huckabee seinerseits reagierte scharf auf Romneys Kritik. Dem US-Fernsehsender CNN sagte er, seiner Ansicht nach müsse Romney den Artikel erst einmal gründlich lesen. "Wenn er das täte, würde er feststellen, dass keine Entschuldigung beim Präsidenten nötig ist." Er habe die Politik der Regierung kritisiert und nicht Bush persönlich attackiert.

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