Nachbarn erstochen
64-Jähriger wegen Online-Eintrags ermordet
Der selbst wegen Gewalttätigkeiten vorbestrafte 29-jährige Mordverdächtige hat angeblich seine Nachbarn bereits zwei Tage vor der Tat darüber informiert, dass er das spätere Opfer als Kinderschänder identifiziert habe. Nachdem die Polizei den 67-Jährigen erstochen in seinem Wohnwagen aufgefunden hatte, erzählten sie den Beamten von den geäußerten Vorwürfen. „Er hatte es aus dem Internet“, zitiert die Los Angeles Times einen Anwohner. „Er sagte, der dürfe hier nicht sein.“
Tatsache ist jedoch, dass der 67-Jährige nie wegen Straftaten gegenüber Kindern auffällig geworden war. Zwar wurde das spätere Opfer wegen anderer ernsthafter Vergehen verurteilt, aber keine stand im Zusammenhang mit Minderjährigen. Ein Vermerk in der Online-Datenbank, der ihm „Oralverkehr mit einer Person unter 14 Jahren oder mit Gewalt“ vorwarf, dürfte dafür verantwortlich sein, dass der mutmaßliche Mörder den Mann als Bedrohung für sein eigenes Kind betrachtet hat.
Einer LA-Times-Reporterin gestand der Mordverdächtige, er habe nur seinen Sohn schützen wollen, der schon einmal sexuell belästigt worden sei. In Kalifornien ist es seit dem Jahr 2004 erlaubt, persönliche Informationen über verurteilte Sexualstraftäter im Internet zu veröffentlichen.
Symbolbild
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.