Vier bis fünf Kilo schwerer als heute, aber mit noch dunkler Haarpracht und in einem neuen Anzug - so präsentierte sich Josef Pühringer, damals 38 Jahre alt, bei der Angelobung durch den damaligen Landeschef Josef Ratzenböck: Der hatte den Jung-Politiker in die Regierung berufen („Bedenkzeit kannst nehmen, aber es wird Dir nichts nutzen“), wo Pühringer „Deponiereferent“ und „Verbindungsmann zu den Autobahngegnern“ war, wie er seine Ressorts Umwelt und Straßenbau beschreibt.
„In diesen 20 Jahren ist Oberösterreich schöner, moderner, sozialer geworden“, fasst Pühringer zusammen. Seine Bilanz illustriert er mit vielen Vergleichszahlen, zum Beispiel 465.973 Arbeitsplätze einst und 590.112 heute.
Chefsekretärin Heidelinde Koller („die beste Sekretärin der Welt, die ein LH haben kann“, so Pühringer) ist seit Tag Eins dabei.
„LH als ,Tausendsassa´ gibt uns das Tempo vor“
Chefsekretärin Heidelinde Koller ist seit dem ersten Tag Pühringers in der Landesregierung an seiner Seite. Was hat sich in den 20 Jahren verändert? Vieles - aber Pühringer als Mensch nicht.
Was hat sich verändert?
Der Stress hat sich sehr ins Unendliche gesteigert - aber der LH ist ein „Tausendsassa“ und gibt seinem Büro das Tempo vor. Und früher war mehr Respekt vor dem Landeshauptmann als Institution gegeben - heute ist da eine ganz andere Anspruchshaltung und oft bin ich „Blitzableiter“.
Und Pühringer selbst - ist er heute ein anderer Mensch als damals im Jahr 1987?
Er ist Mensch geblieben - und als solcher ist er immer noch derselbe, wie vor 20 Jahren. Da gibt´s keinen Grund zur Beschwerde.
Was gefällt Ihnen an ihrem Chef am meisten?
Er hört zu und er nimmt sich der Anliegen der Leute wirklich an. Und das Zuhören ist für einen Politiker das Wichtigste. Dafür nimmt er sich Zeit - doch die Leute können sich gar nicht vorstellen, wie dicht sein Terminkalender ausschaut. Pühringer kann auch sehr humorvoll sein.
Foto: Land OÖ
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