Spekulation

"Börsen-Prognosen wie Voodoo"

Oberösterreich
29.11.2007 19:59
Längerfristige Börse-Prognosen seien ungefähr so zuverlässig wie Wahrsage-Sitzungen bei Voodoo-Zauberern, kritisiert SP-Finanzsprecher Hermann Kepplinger die Aussagen von Deutscher Bank und USB zur Energie AG-Privatisierung: „Ihnen geht es um die Honorare, die sie bei einem Börsegang bekommen.“

Ehrlicherweise haben die deutschen und Schweizer Banker, die sich gegen eine Verschiebung des angepeilten Börse-Termins im Februar aussprechen, in ihrem Schreiben an LH Josef Pühringer angegeben, dass sie von der „heutigen Kapitalmarktlage“ ausgehen. „Was bis Februar passiert, ist ungewiss“, so Kepplinger: „Ich habe mit mehreren Finanzexperten gesprochen, die alle unterschiedliche Vermutungen haben.“

Er sieht die Lehrmeinung des amerikanischen Ökonomieprofessors Olivier E. Blanchard bestätigt: „Größere Bewegungen auf Aktienmärkten können nicht prognostiziert werden.“ Dass eine Verschiebung des Börsegangs der Energie AG schaden würde, sei daher eine rein subjektive Meinung, hinter der Kepplinger die Sorge der Banken um ihre Honorare sieht: „Generaldirektor Leo Windtner hat angekündigt, dass bei einem Platzen des Termins erst wieder in zwei Jahren ein Börsegang möglich wäre.

Kepplinger widerspricht: Es müsse nur eine Zwischenbilanz erstellt werden. Das ginge kurzfristig.













Foto: Chris Koller

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