Serienkiller gefasst
Transvestit soll 18 grausame Morde verübt haben
Der Mann wurde in seiner Wohnung in der elsässischen Stadt Mülhausen festgenommen und in der ostfranzösischen Stadt Montbeliard inhaftiert. Dort soll er am Donnerstag einer Untersuchungsrichterin vorgeführt werden. Sie soll auch einen mutmaßlichen Komplizen vernehmen, der bereits wegen Mordes im Gefängnis sitzt.
Der 68-Jährige trat früher als Transvestit in Kabaretts im Elsass und in Deutschland auf. Er verkehrte im Homosexuellen-Milieu, wo er offenbar seine Opfer kennenlernte. Sein mutmaßlicher Komplize ist ein 43-jähriger Tunesier, mit dem der Verdächtige zeitweise zusammenlebte. 15 der Morde wurden in Ostfrankreich begangen, drei in Paris.
Einzelner Ermittler klärte die 18 bestialischen Morde auf
Die Festnahme ist vor allem der Hartnäckigkeit eines einzelnen Fahnders der Kriminalpolizei in Montbeliard zu verdanken: Ihm fiel auf, dass ein Mord, der dort im Mai 1991 verübt wurde, verblüffende Ähnlichkeit mit Fällen im Elsass aufwies. Die Opfer waren meist junge Männer aus dem Homosexuellenmilieu, es gab keine schlüssigen Motive. Der Täter hatte sie k.o. geschlagen und sie dann brutal mit Messerstichen in den Hals getötet. Zum Teil hatte er seine Opfer auch entkleidet.
Mit Hilfe eines neuen Softwareprogramms, das das Pariser Innenministerium 2003 anschaffte, gelang es dem Polizisten und einem Untersuchungsrichter in Montbeliard, einen Zusammenhang zwischen einer Reihe von ungeklärten Morden herzustellen. Sie gingen auch Fällen nach, die bereits seit Jahren zu den Akten gelegt worden waren.
In mehreren dieser Fälle tauchte der Name des mutmaßlichen Serienmörders auf. Er wurde bereits vor längerer Zeit unter Beobachtung gestellt. Bei der Festnahme stellten die Fahnder Unterlagen und andere Gegenständen sicher, von denen sie sich Hinweise auf die 18 Morde erhoffen. Sie schließen nicht aus, dass der mutmaßliche Täter noch mehr Verbrechen auf dem Gewissen hat.




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