28.11.2007 17:00 |

Gescheitert

Kosovo-Troika muss Scheitern eingestehen

Das zwischen Belgrad und Pristina vermittelnde Kosovo-Dreiergespann hat am Mittwoch das Scheitern der letzten Gesprächsrunde in Baden bei Wien bestätigt. Die drei "Troika"-Mitglieder bedauerten, dass es offenbar nicht die geringste Annäherung in der Status-Frage der völkerrechtlich zu Serbien gehörenden Provinz gegeben hat, die seit 1999 von der UNO verwaltet wird.

"Die Konferenz in Baden bedeutet das Ende der direkten Gespräche", sagte der deutsche Diplomat Wolfgang Ischinger, der in der Troika die EU vertritt. "Das Mandat der Troika endet am 10. Dezember", betonte Ischinger. Die Troika soll um den 10. Dezember Bericht an UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon erstatten und die Ergebnisse der seit August laufenden Verhandlungsrunde präsentieren.

Nur mehr der Sicherheitsrat kann das Problem lösen
Für die Kosovo-Albaner kommt auch nach den drei Tage laufenden Gesprächen in Baden nur die Unabhängigkeit infrage. Serbien hingegen pocht auf eine Kompromisslösung und weitere Verhandlungen auch über den 10. Dezember hinaus. Eine Lösung könne nur im Sicherheitsrat gefunden werden, betonte die serbische Staatsspitze am Mittwoch.

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