Boykott in Pakistan?
Bhutto und Sharif beraten gemeinsame Strategie
Ein Sprecher von Bhuttos Volkspartei (PPP) bestätigte das Treffen. Die vormals rivalisierenden Politiker würden damit erstmals seit ihrer Rückkehr aus dem Exil zusammenkommen.
Sharif hat bereits angekündigt, sein Oppositionsbündnis wolle die Wahl wegen des von Präsident Pervez Musharraf verhängten Ausnahmezustandes boykottieren. Bhutto behielt sich eine Entscheidung für einen späteren Zeitpunkt vor. Ein Zusammenschluss der beiden Regierungskritiker war zunächst gescheitert, weil Bhutto mit Musharraf über eine mögliche Machtteilung gesprochen hatte. Die Oppositionspolitikerin war von 1988 bis 1990 und noch einmal von 1993 bis 1996 Ministerpräsidentin. Dazwischen und anschließend hatte Sharif den Posten inne.
Als Präsident vereidigt
Musharraf war am Donnerstag nach seinem Rücktritt als Armeechef für eine weitere Amtszeit vereidigt worden. Der Oberste Gerichtshof, den der Staatschef nach der Verhängung des Ausnahmezustands Anfang November mit ihm gewogenen Juristen besetzt hatte, hatte zuvor alle Einsprüche gegen die umstrittene Wiederwahl abgewiesen. Kurz nach der Vereidigung kündigte Musharraf die Aufhebung des Ausnahmezustandes für den 16. Dezember an. Er versprach im US-Fernsehsender ABC am Freitag, freie und faire Parlamentswahlen abhalten zu wollen. Bhutto und Sharif befürchten dagegen Wahlfälschung.



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