27.11.2007 13:33 |

"Sicher nicht"

Brown sagt Teilnahme an EU-Afrika-Gipfel ab

Der britische Premierminister Gordon Brown hat seine Teilnahme am EU-Afrika-Gipfel wegen des Kommens des umstrittenen simbabwischen Präsidenten Robert Mugabe abgesagt. Brown werde sicher nicht zu dem Treffen nach Lissabon fahren, sagte der Sprecher des britischen Regierungschefs am Dienstag, nachdem Mugabe zuvor seine Teilnahme zugesagt hatte.

Mugabes Anwesenheit werde von den zentralen Themen in den Beziehungen ablenken, sagte Browns Sprecher. Der Regierungschef habe klar gemacht, dass er deshalb nicht kommen werde. Die britische Regierung lässt sich nun voraussichtlich von Afrika-Minister Mark Malloch-Brown vertreten.

Auch Tschechiens Ministerpräsident Mirek Topolanek werde wegen Mugabe nicht nach Lissabon kommen. Dagegen hätten sich die Regierungschefs von Dänemark, Schweden und der Niederlande trotz anfänglichen Zögerns für eine Teilnahme entschieden.

Treffen soll Europas Rolle als Handelspartner stärken
Das für den 8. und 9. Dezember angekündigte Treffen ist das erste der Europäischen Union mit Afrika seit sieben Jahren und soll angesichts des chinesischen Drängens auf den afrikanischen Markt Europas Rolle als wichtigster Handelspartner des südlichen Kontinents festigen.

Umstrittener Präsident
Mugabe wird von vielen Afrikanern als Held des Unabhängigkeitskampfes gegen die britische Kolonialherrschaft verehrt. Er steht aber wegen Menschenrechtsverletzungen, Unterdrückung der einheimischen Opposition sowie Wahlfälschungen unter internationalem Druck. Afrikanische Staats- und Regierungschefs haben ihrerseits mit einem Boykott gedroht, sollte Simbabwe von dem Gipfeltreffen ausgeschlossen werden.

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