Temelín-Kampf

Mütter gegen Antiatom-Politik

Oberösterreich
25.11.2007 21:51
„Die Aktivisten werden gerüffelt, Temelín wird nicht mehr ernsthaft bekämpft“, kritisiert Gabi Schweiger, Obfrau der Freistädter „Mütter gegen Atomgefahren“, die Antiatom-Politik des Landes und den dafür verantwortlichen Grünen-Chef Rudi Anschober. Die Temelín-Kämpferinnen der ersten Stunde machen nun allein weiter.

Gegärt habe es zwischen Ehrenamtlichen, Land und besonders dessen Atombeauftragten Radko Pavlovec schon länger, erklärt Schweiger: „Er reißt alles an sich und lässt uns keinen Spielraum. Wir sollen nur mehr Sachbearbeiter im Dienst des Landes sein.“ Ohne Platz für eigenständige Aktionen wie die Grenzblockaden, für die es Rüffel gab. „Dabei haben wir es nur mit den Blockaden geschafft, dass Temelín wieder ein Thema wurde“, so Schweiger.

Nicht im Sinne des Landes: „Wir müssen Verbündete in Tschechien finden - und bei den dortigen Atomgegnern geht es um andere Themen wie Atom-Endlager und zusätzliche Reaktorblöcke“, so Landesrat Rudi Anschober, der bedauert, bei einem Gespräch mit Schweiger keine Einigung gefunden zu haben: „Verschiedene Meinungen zur Strategie gibt es auch mit anderen Gruppen.“

Nach dem Austritt aus der Landes-Plattform wollen die „Mütter“ allein weiterkämpfen. „Das haben wir früher auch ohne Förderung getan“, so Schweiger, die auch enttäuscht über die Haltung der Grünen zur Energie AG ist. Wie andere führende Atomgegner hat sie für die Bürgerbefragung unterschrieben.

 

 

 

Foto: Chris Koller

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