Sam Auingers Wurzeln reichen zurück in die Rockszene der damaligen „Stahlstadt“: „Ich wurde auch mit allem und jedem im Bereich digitaler Kunst und Neue Medien konfrontiert“, erinnert er sich. Mit den Kontakten entstand ein Netzwerk, das seine künstlerische Laufbahn auch über die Grenzen hinwegträgt. Er arbeitet mit internationalen Größen der Elektroakustik und Klanginstallation zusammen.
Denn Musik pur gibt es bei Sam Auinger nicht. Er macht sich auf die Suche nach den Geräuschen und Klängen in der Welt: „Unsere Klangumgebung als Sprache verstehen, davon gehe ich aus“, sagt er. So wird der Lärm an einer Kreuzung in Stuttgart als Material für eine Rauminszenierung verwendet oder der Verkehrslärm der Linzer Dametzstraße. Mit den Klängen sind meistens Videobilder verbunden.
Dass Auinger seine akustischen „Fundstücke“ auch als Material für Kompositionen verwendet, dokumentierte ein Konzert gestern Abend im Linzer Brucknerhaus.
Der zweite Gast im Offenen Kulturhaus ist der Italiener Luca Vitone (43). Er fühlt sich „überall zu Hause“. Seine Kunst beschäftigt sich mit Begriffen wie Heimat, Grenze oder Territorium. Und er ist ein Forscher, denn er sucht nach Minderheiten und deren Kulturen. So kommt auch die Volksmusik kleiner Völker in Vitones melancholischen Installationen vor.
Foto: Horst Einöder













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