23.11.2007 12:37 |

Legalisierung

Türkei will ¿kurdische¿ Buchstaben zulassen

Die türkische Regierung erwägt nach einem Zeitungsbericht eine Sprachreform, um der kurdischen Minderheit im Land entgegenzukommen. Die Buchstaben „Q“, „W“ und „X“ könnten ins türkische Alphabet aufgenommen und damit legalisiert werden, berichtete die Zeitung „Today's Zaman“ am Freitag unter Berufung auf einen hochrangigen Diplomaten im türkischen Außenministerium.

Ein solcher Schritt hätte hohe symbolische Bedeutung: Die drei Buchstaben kommen im Kurdischen vor, nicht aber im Türkischen. Kurdenpolitiker müssen sich deshalb häufig vor Gericht verantworten, wenn sie die Buchstaben in offiziellen Schreiben verwenden. So heißt das kurdische Frühjahrsfest Newroz im Türkischen bisher „Nevroz“ - die Verwendung des „W“ gilt als Ausdruck des kurdischen Separatismus.

Reformen angekündigt
Der türkische Außenminister Ali Babacan hatte bereits vor einigen Tagen eine neue Reformwelle zu Beginn des neuen Jahres angekündigt. Türkische Zeitungen verstanden dies als Hinweis auf politische Veränderungen, die bei einer friedlichen und dauerhaften Lösung des Kurden-Konflikts helfen sollen. In den frühen 90er Jahren war die Legalisierung der kurdischen Buchstaben am Widerstand der Militärs gescheitert.

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