430 Millionen Euro!

Lebensretter müssen ob Spitalsschulden sparen

Die Chance sinkt, dass sich Oberösterreichs Landesspitäler zwei lebensrettende Herzkatheterzentren leisten können: Denn ihre Schulden steigen von 200 auf 430 Millionen Euro um 115 Prozent, und ihre Bauprojekte in Steyr und Kirchdorf verteuern sich um zwölf Millionen Euro - dem Preis von vier Herzkatheterzentren!

In Linz und Wels stehen alle acht oberösterreichischen Koronar-Angiografie-Tische, aber 340.000 Landsleute leben außerhalb der Rettungswagen-Reichweite, wenn für Akut-Infarkt-Patienten jede Minute Fahrzeit zählt. Deshalb fordern nach den Landesspitälern Steyr und Vöcklabruck auch die Rieder und Braunauer Schwestern Katheterlabors - unterstützt von 12.000 Unterschriften.

Doch der Sparstift zählt mehr, weil die Kosten in der Gespag wild wuchern. Weil sich zwei Spitalsprojekte noch vor den Spatenstichen um ein Viertel verteuert haben, weil in fünf Jahren um die Hälfte mehr Ambulanzleistungen zu bezahlen sind, und weil in drei Jahren der Schuldenberg um mehr als das Doppelte anwachsen wird: auf 430 Millionen Euro oder fast 6 Milliarden alter Schilling! Allein die Zinsen verschlingen Häuser! Dafür muss das Land haften, denn seine Gespag kann ihre Darlehen nicht zurückzahlen, die ihr die Politik aufhalst, um ihr Budget auszugleichen.

Gespag-Noch-Vorstand Maximilian Koblmüller sieht sein Budget nicht so schwarz: „Wir liegen um vier Millionen unter unserem Rahmen, auch wenn das bei 650 Millionen nicht viel ausschaut Auch die teurer geratenen Spitalspläne für Steyr und Kirchdorf seien kein Malheur: Man habe sich nur verschätzt.

 

 

Foto: Chris Koller

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