Die verhaftete Mutter, die befreundete Kollegin und der geschiedene Ehemann sagen übereinstimmend, dass eine psychiatrische Behandlung Jolanda retten hätte können. Und dass ihr Selbstmord naheliegend sei, dens jedoch so nicht geben kann: Es gibt kein Harakiri mit zwölf Stichen in den Rücken, und es gibt keinen Suizid mit postmortalen Wunden, die noch nach dem tödlichen Blutungsschock entstanden, als das Herz schon stillstand und die Lunge einfiel. Es gibt aber Wut, Hass und einen Blutrausch, der auch nach dem Tod des Opfers nicht verraucht.
„Ich bin ganz schockiert“, sagt Jorge Lissak (35), der zwei Jahre mit Jolanda verheiratet war. Seine „Ex“ habe nach der Trennung ihr Studium der Wirtschaftspädagogik abgebrochen, sei Performance-Künstlerin geworden, in eine Wohngemeinschaft gezogen. „Alle haben probiert, sie zu einer Spitalsbehandlung zu bewegen“, weiß der Brasilianer, dass die gebürtige Rumänin an Depressionen, Einsamkeit und Erfolglosigkeit litt.
Daraus schließen die Ermittler, dass sich die verzweifelte Frau in Lenzing zwar selbst erstechen wollte, aber die Mutter das Messer in die Hand bekommen haben muss. Die verletzte und verhaftete Wäscherei-Arbeiterin Terezia Portik (52) leugnet – für sie gilt die Unschuldsvermutung.
Foto: Internet
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