Der Dino besaß ein Rückgrat, das mehr aus Luft als aus Knochen bestand, wie die Forscher schreiben. „Die Wirbel sind so papierdünn, dass sich nur unter Schwierigkeiten vorstellen lässt, wie sie mit den Belastungen des alltäglichen Gebrauchs klarkamen“, sagte Co-Autor Jeffrey Wilson aus Serenos Expeditionsteam. Dadurch konnte die Riesenechse Gräser wie ein Staubsauger aufnehmen, was die Nahrungsaufnahme extrem erleichterte.
Dabei mähte ihr breiter Mund mit den zahlreichen Zähnen vor allem Farne und Schachtelhalme ab. Im Gegensatz zu anderen Pflanzenfressern verfügte der Nigersaurus über bis zu zehn Reihen mit jeweils mehr als 50 Zähnen, alle eng zusammen am vorderen Kieferrand, die eine etwa 30 Zentimeter lange „Schere“ bildeten. Beim Durchleuchten der Kieferknochen fanden die Forscher hinter jedem rund fünf Millimeter breiten Schneidezahn jeweils bis zu neun Ersatzzähne.
War ein Zahn abgenutzt, wurde er sofort durch einen anderen ersetzt. Insgesamt verfügte das Tier über mehr als 500 Zähne, wobei jeden Monat in jeder Reihe ein neuer Zahn an den Scherenrand gelangte. Dies sichere dem Nigersaurus unter den Dinosauriern einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde in Sachen Zahnersatz, erläuterte einer der Forscher.








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