Die Wissenschafter stellten ihre Forschungsarbeit jetzt in der Fachzeitschrift "Nature" vor, die allerdings nach etlichen falschen Berichten zu Klon-Erfolgen in jüngster Zeit darauf bestanden hatte, dass die Ergebnisse von einer anderen Forschergruppe überprüft werden. Ein unabhängiges Forscherteam habe die Arbeiten bestätigt, betont "Nature".
Verfahren aber noch sehr ineffizient
Abgesehen von weiter bestehenden ethischen Bedenken gegen das Klonen menschlicher Zellen ist das jetzt vorgestellte Verfahren auch noch "sehr ineffizient", wie Shoukhrat Mitalipov vom Zentrum für Primatenforschung in Oregon erklärte. Er und seine Kollegen konnten nach eigenen Angaben zwei Gruppen von Stammzellen herstellen. Sie brauchten dazu aber jeweils rund 150 Eizellen von Affen.
Medizinisch interessant werde es erst, wenn es gelinge, die Technik so weit verbessern, dass nur noch fünf bis zehn Eizellen gebraucht würden, sagte Mitalipov. Er fügte aber hinzu: "Ich bin zuversichtlich, dass es auch beim Menschen funktionieren würde." Allerdings muss auch noch erst gezeigt werden, dass die so produzierten Stammzellen, tatsächlich zur Behandlung von Krankheiten geeignet sind. Mitalipov erklärte, er werde zuerst versuchen, Affen auf Diabetes zu behandeln.
Zunächst bleibe aber das Ergebnis, dass es gelungen sei, Stammzellen durch das Klonen von Affen zu erzeugen. Dies war zuvor schon bei Mäusen gelungen, aber nicht bei den dem Menschen genetisch deutlich mehr verwandten Affen.








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