Ultrakleine Sonden gibt es bereits seit einiger Zeit. Das Problem: Die Sonden werden entweder über die Blutgefäße oder bei Magenuntersuchungen durch die Speiseröhre in den Körper geschickt und besaßen bisher nur eine Blickrichtung. Es gab also immer einen relativ großen Toten Winkel, der bei wichtigen Untersuchungen nicht ausgeleuchtet werden konnte.
Herkömmliche Ultraschall-Untersuchungen von außen, die tief ins Innere des Körpers dringen sollen um Ärzten einen Überblick auf den Zustand von Organen zu verschaffen, sind quasi unmöglich, da die benötigte, höhere Schallwellenlänge zu Lasten der Bildauflösung geht. Deswegen wird Ultraschall heutzutage auch vorwiegend zur Schwangerschaftsdiagnostik benutzt. Für tiefere Untersuchungen greift man zur allerdings ungleich teureren Tomografie.
Mit der neuartigen Sonde, die von Forschern der Universität Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico entwickelt wurde, gehören die "Tunnelblick-Probleme" der Vergangenheit an. Binnen kürzester Zeit kann die Sonde, wenn sie beispielsweise wie eine Pille verschluckt wird, ein akurates Bild von Magen oder Verdauungstrakt liefern. In der Zukunft sehen die Forscher die Sonde jedoch tief im Gehirn, um dort den Blutkreislauf zu erkunden und damit Schlaganfällen oder Aneurysmen vorzubeugen.








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