"Die künstliche Luftröhre ist ein wichtige Hilfe in einem Teilbereich der Chirurgie, die bei den Patienten oft zu erheblichen Problemen führt", erläutert Alfonso Barbarisi, Experte für biotechnologische Anwendungen in der Chirurgie. "Der als Tracheostomie bekannte Luftröhrenschnitt muss nach Behebung der Notsituation wieder geschlossen werden. Leider hat diese Maßnahme in 30 Prozent der Fälle keinen positiven Ausgang. Oft sind Verletzung größerer Blutgefäße am Hals, Lungenödeme oder Schleimbildung die Folge. Längerfristig können auch Blutungen, Atemnot und Infektionen auftreten", so der Mediziner.
Nähen wird überflüssig
Bisher wird die Luftröhre mit einer Technik geschlossen, bei der die Öffnung genäht wird und deshalb unter Spannung bleibt. Mit der Biotech-Lösung wird das Loch durch ein Flickstück ausgefüllt. Versuche werden derzeit an verschiedenen Tierarten durchgeführt. "Auf längere Sicht könnte das Kunstorgan auch bei Krebspatienten als vollständiger Ersatz der Luftröhre dienen," zeigt Barbarisi weitere Einsatzgebiete auf. (pte)
Symbolbild








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