05.11.2007 10:15 |

Bleibt im Amt

Staatssekretärin gesteht Steuerbetrug

Die erst vergangene Woche ins Amt geholte schwedische Staats-sekretärin Nicola Clase hat gestanden, insgesamt um 68.000 Kronen (7.349 Euro) Schwarzarbeiter an ihrem Sommerhaus beschäftigt zu haben. Auf diese Summe sei sie nach Durchsicht ihrer Aufzeichnungen mit ihrem Mann und einem Finanz-juristen gekommen, sagte Clase am Sonntagabend.

Nun hoffe sie, die Sache hinter sich zu lassen und ihre Arbeit in Ruhe aufnehmen zu können. Medien hatten zuvor lediglich von 40.000 Kronen berichtet.

Die 41-jährige Clase hatte erst am Donnerstag nach der Entlassung ihrer Vorgängerin Ulrica Schenström ihren Dienst als Staatssekretärin bei Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt angetreten. Reinfeldt bedauerte den Finanzschwindel Clases nach dem Bekanntwerden und forderte von ihr, die Angelegenheit in Ordnung zu bringen. Von einem möglichen Rücktritt war bisher aber keine Rede. Die Polizei hat eine Voruntersuchung wegen Steuervergehens gegen Clase eingeleitet.

Seit Einsetzung der bürgerlichen Regierung in Stockholm vor etwas über einem Jahr mussten bereits mehrere Mitarbeiter aus dem näheren Umfeld von Ministerpräsident Reinfeldt, darunter zwei Ministerinnen und ein Staatssekretär, den Hut nehmen. Weitere Spitzenbeamte und Minister, unter anderem Außenminister Carl Bildt und Finanzminister Anders Borg, gerieten ebenfalls wegen Finanzgeschichten in schiefes Licht, hielten sich jedoch relativ unangefochten im Sattel.

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