Das Rumoren im Österreichischen Pferdesportverband (OEPS) hat am Donnerstagnachmittag eine erste Konsequenz nach sich gezogen. Die langjährige Präsidentin Elisabeth Max-Theurer hatte sich der Wiederwahl gestellt – und unterlag knapp ihrem Herausforderer Herbert Gugganig!
Erstmals seit 15 Jahren hatte es bei der Generalversammlung des Pferdesportverbandes wieder einen Gegenkandidatin für die einstige Olympiasiegerin (Moskau 1980 mit „Mon Cherie“) gegeben. Hinter den Kulissen des Dachverbandes für Pferdesport und -zucht in Österreich hatte es zwar schon länger rumort – echte Chancen hatte dem 64-jährigen Steirer aber niemand so recht einräumen wollen.
Differenzen mit Top-Athleten
Max-Theurer hatten den mächtigen Verband (rund 50.000 Mitglieder) lange geführt. Zuletzt waren allerdings immer mehr Differenzen mit Top-Athleten öffentlich bekannt geworden. Spitzenreiter wechselten die Nation, kritisierten offen etwa die Kaderkriterien und den Umgang des Verbandes mit den Reitern. Zuletzt entschied sich Diana Porsche, Dressurreiterin aus Salzburg, für einen Nationenwechsel Richtung Ungarn.
Herbert Gugganig ist kein Unbekannter, er war bereits OEPS-Vizepräsident und ist seit 2013 Bürgermeister in der Gemeinde Irdning (das Amt gibt er im Juni ab). Im Gespräch mit der „Krone“ sagte er, er wolle künftig nicht nur den Fokus auf die Nachwuchsarbeit richten, auch hoffe er, dass man Top-Reiterinnen wie Diana Porsche wieder zurückholen könne.
Wahl mit Spannung erwartet
Die Wahl bei der Generalversammlung im oberösterreichischen Ansfelden war dennoch knapp ausgegangen, mit 66:60 Stimmen hatte sich Gugganig durchgesetzt. „Herbert, ich gratuliere dir und wünsche dir und dem Österreichischen Pferdesportverband alles Gute. Ich danke allen, die in den letzten 23 Jahren den Verband zu dem gemacht haben, was er heute ist“, sagte Elisabeth Max-Theurer in ihrer Abschiedsrede.
Der neu gewählte Verbandspräsident bedankte sich „für das Vertrauen“: „Ich möchte meinerseits der Präsidentin und dem Präsidium für deren Arbeit danken. Wir werden mit aller Kraft, vor allem, was den Pferdesport und die Pferdewirtschaft betreffen, daran arbeiten, den Verband in seiner Gesamtheit noch stärker zu machen.“
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