Türkei/PKK-Krise
Bush sichert Erdogan US-Hilfe zu
Türkische Zeitungen sprechen sogar schon davon, dass nun mit begrenzten Aktionen wie Luftangriffen im Nordirak jederzeit zu rechnen sei. Der US-Präsident forderte bei seinem Treffen mit Erdogan, dass das US-Militär im Irak mit den türkischen Streitkräften in ständigem Kontakt stehen müsse. „Ich habe dem Ministerpräsidenten sehr deutlich gemacht, dass wir eng bei der Lösung dieses Problems zusammenarbeiten wollen“, betonte Bush.
Erdogan wiederholte seine Drohung mit einem militärischen Vorgehen gegen PKK-Rebellen im Nordirak bei dem gemeinsamen Presseauftritt jedoch nicht. Für die Türkei habe vorerst der Austausch von Geheimdienstinformationen Vorrang, obwohl das Parlament Grünes Licht für eine Militäroperation im Nordirak gegeben habe. „Es ist wichtig, dass wir gemeinsam und in Solidarität mit unserem strategischen Partner, den USA, zusammenarbeiten“, sagte er.
Bush: „PKK ist Feind der USA“
Präsident Bush unterstrich, dass auch die USA die PKK als Terrororganisation betrachteten. Sie sei „ein Feind der Türkei, ein Feind des Irak und ein Feind der USA“. Die Türkei sei für die USA hingegen ein „strategischer Partner und ein starker Verbündeter“. Bush nannte Fragen nach der US-Reaktion im Falle einer türkischen Militäroperation „hypothetisch“. „Es ist ja schön darüber zu spekulieren, was passieren oder nicht passieren könnte. Aber nichts kann passieren, bevor man nicht gute Geheimdienstinformationen hat.“
Die PKK hatte am Wochenende acht verschleppte türkische Soldaten freigelassen, was als Signal der Entspannung in der Krise gewertet wurde. Zugleich kam es am Sonntag aber im türkisch-kurdischen Grenzgebiet zu neuen Gefechten, bei denen ein türkischer Milizionär und zwei Kämpfer der kurdischen Arbeiterpartei getötet wurden.







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