04.11.2007 01:30 |

Neuer Appell

Neuer Hilfsappell von Maddies Eltern

Genau sechs Monate nach dem Verschwinden ihrer Tochter sind die Eltern der vierjährigen Madeleine mit einem neuen Hilfsappell an die Öffentlichkeit gegangen. "Wenn Sie irgendwelche Informationen im Zusammenhang mit Madeleines Verschwinden oder Verbleiben haben, bitte leiten Sie diese weiter", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung von Maddies Mutter Kate McCann. "Sechs Monate von seiner Familie getrennt zu sein, ist so eine lange Zeit für ein kleines Mädchen. Wir glauben, dass unsere Madeleine noch immer irgendwo da draußen ist, und hoffen weiter, dass wir wieder vereint sein werden."

"Madeleine ist so ein wunderbarer kleiner Mensch, der ein liebevolles und glückliches Leben verdient hat", erklärte McCann weiter. Es bestehe kein Zweifel daran, dass Maddie am besten bei ihrer Familie aufgehoben sei. "Wir wissen, dass irgendjemand irgendwo dies ermöglichen kann. Diese Person hat die Fähigkeit und Kraft, so viel Freude zu bringen, aber auch Frieden mit sich selbst zu finden."

Am Samstagabend wollten die McCanns in einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in der anglikanischen Kirche ihres englischen Heimatortes Rothley an Maddie und andere vermisste Kinder erinnern. Madeleine war am 3. Mai aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. Ihre Eltern Kate und Gerry McCann, die sich zeitgleich zum Abendessen in einem nahe gelegenen Restaurant befanden, starteten nach dem Verschwinden eine beispiellose Medienkampagne, um international auf ihren Fall aufmerksam zu machen. Bisher tappen die Ermittler im Dunkeln. Die portugiesische Polizei erklärte die McCanns selbst zu Verdächtigen, was das Ärztepaar allerdings als absurd zurückweist.

Maddies DNA in Mietwagen gefunden
Ein neuer Laborbefund hat nach Angaben des "Evening Standard" noch vor dem erneuten Hilferuf der McCanns den Verdacht der portugiesischen Ermittler bekräftigt, dass Maddies Eltern doch in das mysteriöse Verschwinden ihrer kleinen Tochter verwickelt seien. Wie die Zeitung ohne Angabe von Quellen berichtete, sandte das britische Labor das Ergebnis seiner wochenlangen Analysen von in einem Mietwagen der Eltern entnommenen DNA den Ermittlern in Portugal zu. Demnach sei das aus "Körperflüssigkeiten" entnommene Erbgut Madeleine zuzuordnen. Außerdem heißt es in dem Bericht, die DNA-Proben stammten von einer Leiche.

Kate und Gerry McCann hatten den Wagen erst nach Maddies Verschwinden gemietet. Bei einer erneuten Überprüfung der Familie fanden die portugiesischen Kriminalbeamten in dessen Kofferraum Spuren von Körperflüssigkeiten, die sie an das britische Speziallabor sandten. Die Eltern hatten stets erklärt, die DNA-Spuren in dem Leihwagen stammten vermutlich vom Umzug in eine andere Wohnung. Laut "Evening Standard" sind die Proben jedoch zu groß, um von Maddies Kleidung oder Spielzeug zu kommen.

McCanns beteuern trotz Indizien ihre Unschuld
Der Sprecher der McCanns wollte die neuen Vorwürfe nicht kommentieren. "Der Bericht ist wieder einmal ohne Quelle, unbegründet und möglicherweise falsch, deshalb werden wir uns nicht dazu äußern", erklärte Clarence Mitchell. Er bekräftigte, die McCanns seien schuldlos und sicher, alle Indizien, die der Polizei Anlass zur Sorge gäben, erklären zu können. Das Ärzte-Paar gilt seit Anfang September offiziell als "verdächtig". Über die Gründe schweigt die Polizei bis heute - nach Angaben von Freunden und Verwandten der McCanns geht eine These der Ermittler davon aus, dass die Eltern ihre kleine Tochter versehentlich getötet und dann ihre Leiche beiseite geschafft haben könnten.

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