Im Jahr 1962 stellten US-Forscher sich etwa die bedeutende Frage, wie Elefanten wohl auf die Droge LSD reagieren. Sie spritzten einem Dickhäuter eine Ladung ein, die etwa dem 3.000-fachen eines menschlichen Drogenkonsumenten entsprach. Der Elefant trompetete laut, kippte um und starb innerhalb einer Stunde. "Offenbar reagieren Elefanten sehr empfindlich auf LSD", folgerten die Wissenschafter.
Wiedererweckung
Bereits tot waren hingegen die Versuchspersonen des kalifornischen Wissenschaftlers Robert Cornish, der in den 30er Jahren versuchte, Toten neues Leben einzuhauchen. Er legte Leichen auf eine Art Wippe, damit das Blut weiter zirkuliere, und spritze ihnen Adrenalin und Blutverdünner ein. Nachdem er wegen seiner umstrittenen Experimente von der Universität verbannt worden war, setzte er seine Versuche zu Hause fort.
In seinem Heimlabor kam auch eine Herz-Lungen-Maschine zum Einsatz, die er mit Staubsaugerteilen und Heizungsrohren gebaut hatte. Der zum Tode verurteilte Straftäter Thomas McMonigle erklärte seine Bereitschaft, nach seiner Hinrichtung als Versuchskaninchen für Cornish zu dienen. Die Behörden lehnten dies ab, weil sie wegen der ungewissen Rechtslage fürchteten, ein wiederbelebter McMonigle könnte freikommen.
Offenen Auges
Gänzlich unblutig, dennoch nicht harmlos gestalteten sich auch die Experimente des Schlafforschers Ian Oswald. Die Koryphäe der Universität von Edinburgh wollte 1960 herausfinden, ob Menschen mit offenen Augen schlafen können.
Zu diesem Zweck legte er - freiwillige - Teilnehmer seines Versuchs auf eine Couch, hielt ihre Augen mit Klebeband offen, ließ Lampen vor ihren Augen an- und ausgehen, versetzte ihren Beinen schmerzhafte Elektroschocks und dröhnte laute Musik in ihre Ohren. Die drei Testpersonen, die sich zu dem Experiment bereiterklärt hatten, schliefen der Elektro-Enzephalographie zufolge trotzdem nach zwölf Minuten ein.
Turtelnder Truthahn
Ebenfalls in der Liste der verrücktesten Forschungsprojekte rangieren die Experimente von Martin Schein und Edgar Hale von der Pennsylvania State University. Sie entdeckten, dass männliche Truthähne ein lebensechtes Modell eines Weibchens genauso gierig bestiegen wie ein lebendiges Exemplar.
Das stachelte die Forscher an, eine bohrende Frage zu beantworten: Sie wollten wissen, welches der sexuelle Minimalreiz an dem Truthahn-Modell war, und entfernten nach und nach Federn, Flügel und Füße. Das Männchen kopulierte unverdrossen. Auch durch einen einfachen Truthahnkopf auf einem Stock wurde der sexuelle Appetit des Männchens nicht geschmälert. "Es war sogar so, dass der Truthahn einen Kopf am Stock besser fand als einen vollständigen Körper ohne Kopf", erläuterten die Wissenschafter ihre bahnbrechenden Erkenntnisse.








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