Heller hat bislang etwa zwei Millionen Euro aus so genannten „Drittmitteln“ für die Kulturhauptstadt zusammengetragen. „Und ich hoffe, dass es noch mehr wird“, so der Intendant, der befindet, dass „Linz hier noch zulegen muss im Bewusstsein. Ich habe ziemlich viel schlechte Kunst gesehen in den Firmen, die ich schon besucht habe.“
Lentos-Chefin Stella Rollig, von der Politik für ihre Besucher-Zahlen heftig gescholten, pflichtet ihm bei: „Wir müssen nach den Sternen greifen. Die Spendierfreudigkeit der Linzer Großbetriebe ist schlecht. Die Zusammenarbeit funktioniert eher mit kleineren Firmen“, schildert sie ihre Erfahrungen.
Dagegen setzt Franz Prieler von der Energie AG: „Man muss mehr Begeisterung in die Unternehmen tragen. Das Geld ist ja vorhanden.“ Dem hält die Künstlerin und Architektin Gabriele Heidecker entgegen: „Sponsorensuche muss man lernen. Sich selbst zu verkaufen, überfordert viele Künstler. Und es gibt ja auch einen Bildungsauftrag der öffentlichen Hand.“
Für Thomas Girst von BMW-München kann Firmensponsoring ohnedies „nur die Kirsche auf der Sahne der Kulturförderung“ sein. Man dürfe den Staat nicht aus seiner Verantwortung entlassen, damit Kunst nicht instrumentalisiert werden kann. „Aber als großes Unternehmen gibt man etwas zurück“, betont er.
Foto: Horst Einöder













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