Mo, 18. Juni 2018

19 Zivilisten getötet

10.10.2007 20:13

Keiner glaubt, dass entführter Landsmann lebt

Nachdem nun private Sicherheitsleute schon 19 irakische Zivilisten erschossen haben, sind die Hoffnungen am Nullpunkt, dass der seit elf Monaten im Irak vermisste Ex-Elite-Soldat Bert Nussbaumer (26) aus Neukirchen bei Altmünster überlebt hat: Das letzte Lebenszeichen des Entführungsopfers trägt das Datum „21. 12. 2006“.
Doch auch dieses Video, auf dem der Oberösterreicher zehn Sekunden lang zu sehen und zu hören war, könnte manipuliert gewesen sein: „Zumindest das eingeblendete Datum“, halten Experten für leicht fälschbar.


Ende März wurde bei einer Hausdurchsuchung im Terrorgebiet eine Namensliste gefunden, auf der auch Nussbaumer genannt war, der seit 16. November verschwunden ist. Seither suchten Beamte aus drei Ministerien vergeblich eine Spur Nussbaumers - am längsten Militär-Agenten: „Wohl aus schlechtem Gewissen, weil die private Sicherheitsfirma ihre Mitarbeiter beim Bundesheer anwerben durfte“, glaubt ein Insider, der weiß, dass sämtliche Nachforschungen im Sand verliefen.


Seit Securities am Dienstag im Irak zwei weitere Frauen erschossen haben, glaubt schon gar keiner mehr, dass so eine Geisel so lange versteckt, verköstigt und bewacht wird, ohne jemals Lösegeld zu verlangen.











Foto: Reinhard Holl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.