05.10.2007 19:23 |

Die Nase voll

Schwarzenegger bricht mit Bush

Die Spannungen zwischen Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger und Präsident Bush haben jetzt zum Bruch geführt: Erstmals ganz offen protestierte "Arnie" dagegen, dass dem eiskalten Präsidenten offenbar der Irak-Krieg wichtiger ist als die Gesundheit der amerikanischen Kinder.

Denn während er im Kongress zusätzlich fast 200 Milliarden Dollar für einen "Kreuzzug" fordert, hat Bush jetzt sein Veto gegen ein Gesetz eingelegt, das zehn Millionen armen Kindern, davon fast eine Million in Kalifornien, für nur 60 Milliarden erstmals eine Krankenversicherung verschafft hätte.

Bittere Anklage
"Hunderttausende kalifornische Kinder müssen weiterhin ohne Ärzte, Medikamente und Krankenhäuser auskommen", klagte Schwarzenegger den Präsidenten an. "Unser Gesundheitssystem ist nun vollständig zusammengebrochen."

Im kleinen Kreis war der Steirer noch deutlicher: "Das schlägt dem Fass den Boden aus!", soll der "Kindergarten Cop" (aus seiner Zeit als Hollywood-Star) gesagt haben. Gleichzeitig will er die Bestrebungen von Abgeordneten beider Parteien unterstützen, das "unglückselige Veto" rückgängig zu machen.

George Bush: "Wir müssen sparen"
Bush wiederum, der angesichts der astronomischen Kriegskosten überall verzweifelt Einsparungen sucht, verlegt sich auf billige Ausreden. "Ich habe nichts gegen die Kinder", sagte er, "aber unter den gegenwärtigen Umständen können wir uns solche Staatsausgaben nicht leisten."

Von Hans Janitschek

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