Magnet-Blitz
München bekommt einen Transrapid
Mit dem Bau der Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen soll bereits im Sommer 2008 begonnen werden.
Der Transrapid, der Geschwindigkeiten von mehr als 500 Kilometern pro Stunde erreichen kann, ist in Deutschland entwickelt worden. Bisher wird er aber nur in China kommerziell genutzt.
Transrapid-Strecke kostet 1,85 Milliarden
Bisher war die Umsetzung der Transrapid-Pläne an der Finanzierung gescheitert, da eine Lücke von zuletzt 165 Millionen Euro nicht geschlossen werden konnte. Die Transrapid-Strecke soll insgesamt 1,85 Milliarden Euro kosten. Die Bayerische Staatsregierung stimmte am Dienstagvormittag der Realisierungsvereinbarung zu. Stoiber sprach von einem "Leuchtturm für Hochtechnologie made in Germany".
Kritiker des Projekts wie der Bund Naturschutz in Bayern kündigten weiteren Widerstand gegen das Prestigeprojekt an. Die Stadt München behält sich eine Klage gegen den Transrapid vor. Die SPD sprach von einem "faulen" Abschiedsgeschenk für Stoiber. Die Grünen erklärten, Bayern brauche keine "sündhaft teure Bonzenschleuder zum Flughafen", Stoiber solle sich nicht zu früh freuen.
Fahrzeug wird bei ThyssenKrupp gebaut
Die Magnetschwebebahn Transrapid wird von den beiden Konzernen ThyssenKrupp und Siemens gebaut und vermarktet. Das Fahrzeug wird bei ThyssenKrupp hergestellt, die Antriebstechnik sowie die Leit- und Sicherheitstechnik kommen von Siemens. Als Betreiberin des Münchner Transrapids vom Hauptbahnhof zum Flughafen soll die Deutsche-Bahn-Tochter DB Magnetbahn fungieren.
Im Falle der planmäßigen Umsetzung des Transrapid-Projektes in München könnten nach Einschätzung der deutschen Industrie während der rund fünfjährigen Bauzeit rund 5.500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Rund 850 Dauer-Arbeitsplätze sollen es später für den Betrieb des Transrapids vom Hauptbahnhof zum Flughafen sein.
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