Zwangsarbeit

Großbritannien: Asiaten als Sklaven missbraucht

Ausland
23.09.2007 21:05
Hunderte Kinder aus Südostasien sind nach einem Zeitungsbericht als Arbeitskräfte in britischen Drogenlaboren ausgebeutet worden. Die jungen Asiaten, die mitunter nicht älter als 13 Jahre alt seien, seien heimlich ins Land gebracht worden und würden von Kriminellen wie Sklaven gehalten, berichtete die britische Wochenzeitung "The Independent on Sunday". Die Kinder hätten vor allem Gärtnerarbeiten bei der Zucht von Haschpflanzen übernehmen müssen.

Es gebe klare Beweise, dass junge Menschen zur Zwangsarbeit für die Cannabis-Produktion illegal nach Großbritannien gebracht und dort auch weiterverkauft würden, bestätigte die Direktorin der internationalen Kinderrechtsorganisation Ecpat, Christine Beddoe. "In den vergangenen zwölf Monaten haben die uns berichteten Fälle um 500 Prozent zugenommen", sagte sie. Niemand kenne aber bisher das wahre Ausmaß des Problems.

Der Handel mit Cannabis wird nach Angaben der Zeitung in Großbritannien vor allem von vietnamesischen Banden kontrolliert. Die Produktion in Großbritannien habe rapide zugenommen, nachdem die Regierung 2004 die Strafen für Drogendelikte im Zusammenhang mit Hasch herabgesetzt habe. Experten gehen dem Medienbericht zufolge davon aus, dass Kriminelle, die eine Drei-Zimmer-Wohnung in eine Cannabis-Plantage umwandeln, bis zu 430.000 Euro pro Jahr verdienen.

Symbolbild

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
23.09.2007 21:05
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung