Imas-Umfrage

¿Zeugnis¿ für Parteien

Oberösterreich
22.09.2007 19:08
Für die SP Erich Haiders ist die große IMAS-Exklusivumfrage (beauftragt und bezahlt von der „OÖ-Krone“) schlecht ausgegangen, wie vor allem der in der Grafik noch einmal zusammengefasste Vergleich der Wahlergebnisse des Jahres 2003 mit den aktuellen von IMAS erhobenen Umfragewerten zeigt. Haider bemüht sich trotzdem darum, Gelassenheit zu zeigen.

In der VP, die ja stabil auf hohem Niveau liegt, zeigt sich Parteimanager Michael Strugl zwiespältig angesichts dieses Zeugnisses: „So erfreulich die Ergebnisse sind, so ungelegen kommen sie mir“, sagt er. Denn: „Es tut gut, wenn man sieht, dass die Bürger den Fleiß von LH Josef Pühringer und seinem Team honorieren und sich die Leute von der populistischen Politik der SP nicht täuschen lassen. Aber wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen, 2009 wird eine schwierige Wahl. Ja nicht übermütig werden!“, meint Strugl.

Meinungsforscher Andreas Kirschhofer von IMAS untermauert den schlechten „Sonntagsfragen-Wert“ der Landes-SP. „Zum sinkenden Erfolgsprestige der oberösterreichischen SP gesellt sich ein sehr empfindlicher Vertrauensverlust in die Problemkompetenz dieser Partei“, stellt er fest: „Als sich das IMAS erkundigte, welcher Partei man ganz allgemein am ehesten zutraut, wichtige Probleme zu lösen, verwiesen diesmal nur mehr 23 Prozent der Befragten auf die SP. Vor einem Jahr taten das noch 31 Prozent.“

Leichter Knick bei der VP
Die VP hat in Sachen Lösungskompetenz einen leichten Knick von 46 auf 44 Prozent erlitten, die Grünen haben sich gegenüber 2006 von 4 auf 12 Prozent verdreifacht, die Freiheitlichen von ein auf vier vervierfacht. Und das BZÖ? Nach 9 Prozent 2006 traut ihm nun nur noch ein Prozent die größere Problemlösungsfähigkeit zu….

Wie schätzen die Oberösterreicher „ihre“ Spitzenpolitiker persönlich ein? Auch das hat IMAS erhoben, die Ergebnisse - auch im Vergleich zu 2006 - haben sich in der Grafik unten niedergeschlagen. IMAS-Forscher Kirschhofer verweist darauf, dass LH Pühringer seine Konkurrenten in Sachen Persönlichkeitsstärke und Volksnähe zwar immer noch weit überrage, aber dennoch „ein wenig vom Glanz des Vorjahres verloren“ habe. Erich Haider polarisiert immer noch am stärksten, auch wenn die Gruppe derer, die einen schlechten Eindruck von ihm haben, inzwischen von 32 Prozent auf 28 Prozent zurückgegangen ist.

Arbeitsplatzsicherung am Wichtigsten
Und was halten die Oberösterreicher für die wichtigsten landespolitischen Probleme und Aufgaben? Mit 60 Prozent Note 1 steht hier das Thema Arbeitsplatzsicherung noch immer an erster Stelle, auf Platz zwei ist mit 57 Prozent das neue erhobene Thema „Sicherung unserer Wasserversorgung“ eingerückt. Wie passt das mit der Skepsis gegenüber der SP-Kampagne gegen die Teilprivatisierung der Energie AG zusammen? Kirschhofer: „An sich geben die Oberösterreicher dem Wasser einen hohen Stellenwert. Zugleich haben sie das Gefühl, dass dieses Thema die SP nur dazu benutzt, politisches Profil zu gewinnen. Das schlägt als negatives Urteil über die Unterschriftenkampagne zurück. „

Neu abgefragt wurde auch das Thema Maßnahmen gegen den Klimawandel. Hier vergeben 37 Prozent der Befragten Note 1.

 

Grafik: Chvatal

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