Bereits 30 Prozent der Oberösterreicher haben in ihrem engeren Familienkreis jemanden, der wegen seines Alters ein Pflegefall ist und betreut werden muss. Im Jahr 2006 betrug dieser von IMAS erhobene Wert erst 23 Prozent. „Daran zeigt sich, welche Brisanz das mit dem demografischen Wandel zusammenhängende Pflegeproblem besitzt und in welcher Schnelligkeit es an Bedeutung gewinnt“, kommentiert IMAS-Chefforscher Andreas Kirschhofer das.
Diese immer mehr Pflegefälle werden aber immer weniger durch Familienmitglieder betreut. Zwar ist der Anteil der Familienbetreuung mit 62 Prozent immer noch hoch, 2006 betrug er aber noch 68 Prozent. Parallel ist das Ausmaß der Betreuung durch Sozialdienste gestiegen - laut IMAS von 31 auf 37 Prozent. Das heißt, es gibt auch Mischformen, wo sich pflegende Angehörige zumindest gelegentlich von Sozialdiensten helfen lassen.
Die Bedeutung von Nachbarn als Betreuungspersonen hat sich auf zwei Prozent halbiert, während die Inanspruchnahme von ausländischen Helfern - zum Beispiel die bekannten „Engel“ aus der Slowakei, die rund um die Uhr da sind - mit einem Anteil von sechs Prozent gleich geblieben ist.
Symbolfoto: Reinhard Holl
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