Do, 21. Juni 2018

Waldbrände

31.08.2007 07:35

Schäden in Griechenland geringer als befürchtet

Die Waldbrände in Griechenland sind am frühen Freitag größtenteils unter Kontrolle. Nur ein Brand in der gebirgigen Region Arkadien gibt Anlass zur Besorgnis, weil die rund vier Kilometer lange Feuerfront einige Dörfer bedroht. Wie die Feuerwehr mitteilte, konnten in der Nacht die Flammen dank günstiger Witterung mit Windstille und Temperaturen um die 12 Grad Celsius in dieser Gebirgsregion eingedämmt werden. Hubschrauber und Löschflugzeuge sollen nun auch diesen Brand in den Griff bekommen. Unterdessen korrigierte die griechische Regierung die Schätzung der Schäden auf rund 1,7 Milliarden Euro.

Diese Summe nannte der griechische Finanzminister Giorgos Alogoskoufis bei einem Gespräch mit griechischen Journalisten am Vorabend. Zuvor war die Rede von Schäden in Höhe von drei bis fünf Milliarden Euro.

64 Menschen starben bisher
Seit Ausbruch der Brände vor fast einer Woche sind in Griechenland 64 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 184.000 Hektar Land wurden dabei zerstört.

In vielen Fällen wird vermutet, dass Grundstücksspekulanten die verheerenden Brände gelegt haben, um günstiges Bau- und Ackerland zu schaffen. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, hat die Regierung eine Belohnung von bis zu einer Million Euro ausgesetzt.

"Wenn in so vielen Teilen des Landes so viele Feuer gleichzeitig ausbrechen, ist das kein Zufall", sagt Ministerpräsident Kostas Karamanlis. Auch die Bürger machen Grundstücksspekulanten für die Brände verantwortlich. Die Polizei hat schon zehn mutmaßliche Brandleger verhaftet, ein 65-Jähriger wird verdächtigt, das Feuer in Areopolis gelegt zu haben, in dem sechs Menschen starben. Zwei Jugendliche werden im nördlichen Kavala als mutmaßliche Brandstifter verhört. Auf der Insel Euböa sind es vier Verdächtige, unter ihnen eine 75-Jährige, die den Müll angezündet hatte.

EU befürchtet schwere Folgeschäden
Die Europäische Union befürchtet als Folge der Waldbränden in Griechenland und Italien schwere Folgeschäden durch Überschwemmungen. "Nach Ende der Waldbrände droht den betroffenen Ländern eine neue Katastrophe: Es könnte bei Regenfällen zu Überschwemmungen kommen, weil der verbrannte Boden so trocken ist, dass das Regenwasser nicht versickern kann", sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas der Zeitung "Die Welt" vom Mittwoch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.