"Wir hatten auch Glück, dass es so gut ausging"
Im Freibad Mattighofen stürzte, wie berichtet, der vierjährige Michael ins Becken. Sein Vater und der Bademeister Johann Demm retteten ihn.
Ist Bademeister eigentlich ihr Traumberuf?
Ich bin sehr gerne Bademeister. Aber das alte Klischee stimmt nicht. Wir haben keine Zeit, den feschen Mädels nachzuschauen.
Wie arbeiten Sie?
Ich bin sechs Monate im Jahr im Einsatz, vier Monate davon im Bad. Wir sind zu zweit, machen alles.
Kommt es öfter zu dramatischen Zwischenfällen?
Es gibt immer wieder kritische Vorfälle: Jemand tut sich beim Springen weh, verletzt sich beim Spielen, wird von einer Biene gestochen. Aber so gefährlich wie am Montag war es noch nie.
Wie war das mit Michael?
Als er aus dem Wasser raus war, rührte er sich nicht mehr. Ich hab ihn in die Seitenlage gebracht, ihm die Nase zugedrückt. Dann spuckte er schon das Wasser raus und kam Gott sei Dank wieder zu sich.
Wie behält man den Überblick bei 1200 Badegästen?
Man kann natürlich nicht dauernd am Beckenrand stehen. Einmal wird man da, einmal dort gebraucht. Ich bin immer wieder froh, wenn die Saison vorbei und alles gut verlaufen ist.
Foto: Ernst Vitzthum
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