Selbstmord-Attentate
Mindestens 94 Tote bei Anschlägen im Nord-Irak
Bei den Explosionen wurden auch rund 150 Menschen verletzt, sagte ein Polizeisprecher. Nachdem der Norden des Irak im Gegensatz zur Region um die Hauptstadt Bagdad bisher als verhältnismäßig sicher galt, handelt es sich bei den Anschlägen vom heutigen Montag bereits um die zweite folgenreiche Terror-Tat innerhalb weniger Tage.
Spannungen zwischen ethnischen Gruppen
In Kirkuk leben Kurden, Araber, Turkmenen sowie Aramäer und Chaldäer. Seit dem Sturz des Regimes von Ex-Präsident Saddam Hussein vor über vier Jahren haben die Spannungen zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen in der Vielvölkerstadt zugenommen. Die meisten Araber und Turkmenen lehnen die Bestrebungen der Kurden ab, die 250 Kilometer nördlich von Bagdad gelegene Stadt in das nördlich gelegene kurdische Autonomiegebiet einzugliedern.
Irakische Regierungsvertreter haben erklärt, angesichts der irakisch-amerikanischen Offensive im Großraum Bagdad würden sunnitische Aufständische nach Norden ausweichen. US-Präsident Bush hat für diese Offensive 28.000 zusätzliche Soldaten in den Irak entsandt.
Fünf Tote bei Anschlag in Bagdad
Bei einem weiteren Bombenanschlag in Bagdad wurden am Montag fünf irakische Soldaten getötet. Im Süden Bagdads wurden nach Polizeiangaben zwei Menschen durch Granatfeuer getötet. Im Süden des Landes flohen nach Polizeiangaben am Sonntag 24 iranische Häftlinge, die wegen illegalen Grenzübertritts inhaftiert waren. Vier seien wieder eingefangen worden.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.