Der Prager Hundehändler Schwejk, der sich mit Schläue und Glück als Soldat durch den 1. Weltkrieg schummelt, ist eine Paraderolle für Gerhard Brössner. Zweieinhalb Stunden böhmakelt er sich durch die Szenen, und lässt in der Regie von Robert Gillner keine Gelegenheit zur Pointe aus. So wird aus der Antikriegssatire von Jaroslav Hasek ein kritikloser, aber vom Publikum viel beklatschter Schwank – mit echtem Hund und dem falschen Bier (aus Schärding) im Prager Gasthaus.
Umgeben ist Brössner von einer Kollegenschar, die, ob der Detailverliebtheit der Inszenierung, in unzählige Rollen schlüpfen muss. Freude bereiteten dabei Erich J. Langwiesner als Schwejk-Spezie Baloun, Reinhold Kammerer als Woditschka und Eugen Victor als alter Feldmarschall am Latrinenbalken. Eine Straffung hätte der Aufführung nicht geschadet, die Szenenwechsel werden den Zuschauern aber vom C-Brass Quintett unter Birgit Heintzel musikalisch versüßt.
Weitere Vorstellungen : bis 12. August
Foto: Mochsel Shata
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