Umstrittener Tunnel

¿Der Bindermichl-Tunnel überfordert viele Lenker¿

Oberösterreich
13.07.2007 18:42
Ist der Linzer Bindermichl-Tunnel eine verunglückte Verkehrslösung - oder sind die Autofahrer zu „dumm“ für den kniffligen Knotenpunkt? Die „OÖ-Krone“ testete mit dem Mühlviertler Verkehrsexperten Fritz Menzl den 150 Millionen teuren „Stau-Bunker“. Sein Resümee: „Der Bindermichl überfordert viele Lenker. Aber auch die Autofahrer sind oft zu undiszipliniert.“

„Deppensicher gibt´s nicht“, behauptet der geprüfte Fahrschullehrer und Verkehrspädagoge Dr. Fritz Menzl aus Feldkirchen an der Donau: „Es kracht deshalb so oft im Bindermichl, weil die Autofahrer die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände generell nicht einhalten. Der Fahrstreifenwechsel ist das Hauptproblem. Es gibt immer welche, die im letzten Moment die Spur wechseln - und dann scheppert´s.“

Beim Lokalaugenschein im Tunnel kritisiert Menzl am Nordportal: „Hier kommen zu viele Spuren zusammen. Besonders knapp ist es für jene, die von der Wiener Straße kommen und nach Leonding wollen.“ In der Gegenrichtung, von der A 1 kommend Richtung Zentrum, kritisiert Menzl: „Der Wegweiser Richtung Leonding stimmt optisch nicht ganz, man fährt unwillkürlich Richtung A 7 weiter.“

Von einer 50-km/h-„Bremse“, wie politisch urgiert, hält der Experte wenig: „Da kracht es noch öfter. Ideal wäre es, wenn die Lenker mit gleichmäßiger Geschwindigkeit im Tunnel unterwegs wären.“

Was sagen Sie zum Bindermichl? Schreiben Sie uns ihre Meinung per Email: ooe@kronenzeitung.at.

 

 

Foto: Markus Wenzel

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