Die aktuelle Statistik der Sicherheitsdirektion OÖ ist alarmierend: Im ersten Halbjahr 2007 schnellten die Einbruchsdiebstähle in Wohnhäuser gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 54,9 Prozent in die Höhe. Besonders bedenklich, dreist und gefährlich sind die jüngsten Coups: Die Täter schlagen in der Zeit zwischen Mitternacht und 5 Uhr früh zu. Schleichen sich an die Häuser ran und arbeiten immer mit der gleichen Masche: Mit einem Bohrer wird am Fenster oder der Eingangstür ein Loch gebohrt, anschließend mit einer speziellen Schiene der Haken geöffnet. „Sie kommen lautlos. Denen ist es egal, ob die Leute daheim sind. Einmal war sogar ein Hund da, doch der schlug auch nicht an“, berichtet ein Polizist.
In einem Nobelviertel am Linzer Pöstlingberg plünderten die Ganoven vor Tagen mehrere Wohnhäuser. Zeugen beobachteten ein Auto mit italienischem Kennzeichen. Unter den Opfern der „Bohrer“-Bande auch ein Jurist der Linzer Polizei. Während er und seine Familie schliefen, brachen die Täter ein, schnappten sich das Bargeld und suchten das Weite. Nur einige Kilometer davon entfernt brach die Bande im Raum Leonding in fünf Tagen 14 Wohnhäuser auf.
Foto: Peter Tomschi
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